The young giant


Der junge Riese


Once on a time a countryman had a son who was as big as a thumb, and did not become any bigger, and during several years did not grow one hair's breadth. Once when the father was going out to plough, the little one said, "Father, I will go out with you." - "Thou wouldst go out with me?" said the father. "Stay here, thou wilt be of no use out there, besides thou mightest get lost!" Then Thumbling began to cry, and for the sake of peace his father put him in his pocket, and took him with him. When he was outside in the field, he took him out again, and set him in a freshly-cut furrow. Whilst he was there, a great giant came over the hill. "Do thou see that great bogie?" said the father, for he wanted to frighten the little fellow to make him good; "he is coming to fetch thee." The giant, however, had scarcely taken two steps with his long legs before he was in the furrow. He took up little Thumbling carefully with two fingers, examined him, and without saying one word went away with him. His father stood by, but could not utter a sound for terror, and he thought nothing else but that his child was lost, and that as long as he lived he should never set eyes on him again.
Ein Bauersmann hatte einen Sohn, der war so groß wie ein Daumen und ward gar nicht größer und wuchs in etlichen Jahren nicht ein Haarbreit. Einmal wollte der Bauer ins Feld gehen und pflügen, da sagte der Kleine 'Vater, ich will mit hinaus.' 'Du willst mit hinaus?' sprach der Vater, 'bleib du hier, dort bist du zu nichts nutz; du könntest mir auch verloren gehen.' Da fing der Däumling an zu weinen, und um Ruhe zu haben, steckte ihn der Vater in die Tasche und nahm ihn mit. Draußen auf dem Felde holte er ihn wieder heraus und setzte ihn in eine frische Furche. Wie er da so saß, kam über den Berg ein großer Riese daher. 'Siehst du dort den großen Butzemann?' sagte der Vater, und wollte den Kleinen schrecken, damit er artig wäre, 'der kommt und holt dich.' Der Riese aber hatte mit seinen langen Beinen kaum ein paar Schritte getan, so war er bei der Furche. Er hob den kleinen Däumling mit zwei Fingern behutsam in die Höhe, betrachtete ihn und ging, ohne ein Wort zu sprechen, mit ihm fort. Der Vater stand dabei, konnte vor Schrecken keinen Laut hervorbringen und dachte nicht anders als sein Kind für verloren, also daß ers sein Lebtag nicht wieder mit Augen sehen würde.

The giant, however, carried him home, suckled him, and Thumbling grew and became tall and strong after the manner of giants. When two years had passed, the old giant took him into the forest, wanted to try him, and said, "Pull up a stick for thyself." Then the boy was already so strong that he tore up a young tree out of the earth by the roots. But the giant thought, "We must do better than that," took him back again, and suckled him two years longer. When he tried him, his strength had increased so much that he could tear an old tree out of the ground. That was still not enough for the giant; he again suckled him for two years, and when he then went with him into the forest and said, "Now just tear up a proper stick for me," the boy tore up the strongest oak-tree from the earth, so that it split, and that was a mere trifle to him. "Now that will do," said the giant, "thou art perfect," and took him back to the field from whence he had brought him. His father was there following the plough. The young giant went up to him, and said, "Does my father see what a fine man his son has grown into?"
Der Riese aber trug es heim und ließ es an seiner Brust saugen, und der Däumling wuchs und ward groß und stark nach Art der Riesen. Nach Verlauf von zwei Jahren ging der Alte mit ihm in den Wald, wollte ihn versuchen und sprach 'zieh dir eine Gerte heraus.' Da war der Knabe schon so stark, daß er einen jungen Baum mit den Wurzeln aus der Erde riß. Der Riese aber meinte 'das muß besser kommen,' nahm ihn wieder mit und säugte ihn noch zwei Jahre. Als er ihn versuchte, hatte seine Kraft schon so zugenommen, daß er einen alten Baum aus der Erde brechen konnte. Das war dem Riesen noch immer nicht genug, er säugte ihn abermals zwei Jahre, und als er dann mit ihm in den Wald ging und sprach 'nun reiß einmal eine ordentliche Gerte aus,' so riß der Junge den dicksten Eichenbaum aus der Erde, daß er krachte, und war ihm nur ein Spaß. 'Nun ists genug,' sprach der Riese, 'du hast ausgelernt,' und führte ihn zurück auf den Acker, wo er ihn geholt hatte. Sein Vater stand da hinter dem Pflug, der junge Riese ging auf ihn zu und sprach 'sieht er wohl, Vater, was sein Sohn für ein Mann geworden ist.' Der Bauer erschrak und sagte 'nein, du bist mein Sohn nicht, ich will dich nicht, geh weg von mir.' 'Freilich bin ich sein Sohn, laß er mich an die Arbeit, ich kann pflügen so gut als er und noch besser.' 'Nein, nein, du bist mein Sohn nicht, du kannst auch nicht pflügen, geh weg von mir.' Weil er sich aber vor dem großen Mann fürchtete, ließ er den Pflug los, trat zurück und setzte sich zur Seite ans Land. Da nahm der Junge das Geschirr und drückte bloß mit einer Hand darauf, aber der Druck war so gewaltig, daß der Pflug tief in die Erde ging. Der Bauer konnte das nicht mit ansehen und rief ihm zu 'wenn du pflügen willst, mußt du nicht so gewaltig drücken, das gibt schlechte Arbeit.' Der Junge aber spannte die Pferde aus, zog selber den Pflug und sagte 'geh er nur nach Haus , Vater, und laß er die Mutter eine große Schüssel voll Essen kochen; ich will derweil den Acker schon umreißen.' Da ging der Bauer heim und bestellte das Essen bei seiner Frau: der Junge aber pflügte das Feld, zwei Morgen groß, ganz allein, und dann spannte er sich auch selber vor die Egge und eggte alles mit zwei Eggen zugleich. Wie er fertig war, ging er in den Wald und riß zwei Eichenbäume aus, legte sie auf die Schultern, und hinten und vorn eine Egge darauf, und hinten und vorn auch ein Pferd, und trug das alles, als wär es ein Bund Stroh, nach seiner Eltern Haus. Wie er in den Hof kam, erkannte ihn seine Mutter nicht und fragte 'wer ist der entsetzliche große Mann?' Der Bauer sagte 'das ist unser Sohn.' Sie sprach 'nein, unser Sohn ist das nimmermehr, so groß haben wir keinen gehabt, unser war ein kleines Ding.' Sie rief ihm zu 'geh fort, wir wollen dich nicht.' Der Junge schwieg still, zog seine Pferde in den Stall, gab ihnen Hafer und Heu, alles wie sichs gehörte. Als er fertig war, ging er in die Stube, setzte sich auf die Bank und sagte 'Mutter, nun hätte ich Lust zu essen, ists bald fertig?' Da sagte sie 'ja, und brachte zwei große große Schüsseln voll herein, daran hätten sie und ihr Mann acht Tage lang satt gehabt. Der Junge aber aß sie allein auf und fragte, ob sie nicht mehr vorsetzen könnte. 'Nein,' sagte sie, 'das ist alles, was wir haben.' 'Das war ja nur zum Schmecken, ich muß mehr haben.' Sie getraute nicht, ihm zu widerstehen, ging hin und setzte einen großen Schweinekessel voll übers Feuer, und wie es gar war, trug sie es herein. 'Endlich kommen noch ein paar Brocken,' sagte er und aß alles hinein; es war aber doch nicht genug, seinen Hunger zu stillen. Da sprach er 'Vater, ich sehe wohl, bei ihm werd ich nicht satt, will er mir einen Stab von Eisen verschaffen, der stark ist und den ich vor meinen Knien nicht zerbrechen kann, so will ich fort in die Welt gehen.' Der Bauer war froh, spannte seine zwei Pferde vor den Wagen und holte bei dem Schmied einen Stab so groß und dick, als ihn die zwei Pferde nur fortschaffen konnten. Der Junge nahm ihn vor die Knie und ratsch! brach er ihn wie eine Bohnenstange in der Mitte entzwei und warf ihn weg. Der Vater spannte vier Pferde vor und holte einen Stab so groß und dick, als ihn die vier Pferde fortschaffen konnten. Der Sohn knickte auch diesen vor dem Knie entzwei, warf ihn hin und sprach 'Vater, der kann mir nicht helfen, er muß besser vorspannen und einen stärkern Stab holen.' Da spannte der Vater acht Pferde vor und holte einen so groß und dick, als ihn die acht Pferde herbeifahren konnten. Wie der Sohn den in die Hand nahm, brach er gleich oben ein Stück davon ab und sagte 'Vater, ich sehe, er kann mir keinen Stab anschaffen, wie ich ihn brauche, ich will nicht länger bei ihm bleiben.'

The farmer was alarmed, and said, "No, thou art not my son; I don't want thee leave me!" - "Truly I am your son; allow me to do your work, I can plough as well as you, nay better." - "No, no, thou art not my son; and thou canst not plough go away!" However, as he was afraid of this great man, he left go of the plough, stepped back and stood at one side of the piece of land. Then the youth took the plough, and just pressed it with one hand, but his grasp was so strong that the plough went deep into the earth. The farmer could not bear to see that, and called to him, "If thou art determined to plough, thou must not press so hard on it, that makes bad work." The youth, however, unharnessed the horses, and drew the plough himself, saying, "Just go home, father, and bid my mother make ready a large dish of food, and in the meantime I will go over the field." Then the farmer went home, and ordered his wife to prepare the food; but the youth ploughed the field which was two acres large, quite alone, and then he harnessed himself to the harrow, and harrowed the whole of the land, using two harrows at once. When he had done it, he went into the forest, and pulled up two oak-trees, laid them across his shoulders, and hung on them one harrow behind and one before, and also one horse behind and one before, and carried all as if it had been a bundle of straw, to his parents' house. When he entered the yard, his mother did not recognize him, and asked, "Who is that horrible tall man?" The farmer said, "That is our son." She said, "No that cannot be our son, we never had such a tall one, ours was a little thing." She called to him, "Go away, we do not want thee!" The youth was silent, but led his horses to the stable, gave them some oats and hay, and all that they wanted. When he had done this, he went into the parlour, sat down on the bench and said, "Mother, now I should like something to eat, will it soon be ready?" Then she said, "Yes," and brought in two immense dishes full of food, which would have been enough to satisfy herself and her husband for a week. The youth, however, ate the whole of it himself, and asked if she had nothing more to set before him. "No," she replied, "that is all we have." - "But that was only a taste, I must have more." She did not dare to oppose him, and went and put a huge caldron full of food on the fire, and when it was ready, carried it in. "At length come a few crumbs," said he, and ate all there was, but it was still not sufficient to appease his hunger. Then said he, "Father, I see well that with you I shall never have food enough; if you will get me an iron staff which is strong, and which I cannot break against my knees, I will go out into the world." The farmer was glad, put his two horses in his cart, and fetched from the smith a staff so large and thick, that the two horses could only just bring it away. The youth laid it across his knees, and snap! he broke it in two in the middle like a bean-stalk, and threw it away. The father then harnessed four horses, and brought a bar which was so long and thick, that the four horses could only just drag it. The son snapped this also in twain against his knees, threw it away, and said, "Father, this can be of no use to me, you must harness more horses, and bring a stronger staff." So the father harnessed eight horses, and brought one which was so long and thick, that the eight horses could only just carry it. When the son took it in his hand, he broke off a bit from the top of it also, and said, "Father, I see that you will not be able to procure me any such staff as I want, I will remain no longer with you."
Da ging er fort und gab sich für einen Schmiedegesellen aus.

So he went away, and gave out that he was a smith's apprentice. He arrived at a village, wherein lived a smith who was a greedy fellow, who never did a kindness to any one, but wanted everything for himself. The youth went into the smithy and asked if he needed a journeyman. "Yes," said the smith, and looked at him, and thought, "That is a strong fellow who will strike out well, and earn his bread." So he asked, "How much wages dost thou want?" - "I don't want any at all," he replied, "only every fortnight, when the other journeymen are paid, I will give thee two blows, and thou must bear them." The miser was heartily satisfied, and thought he would thus save much money. Next morning, the strange journeyman was to begin to work, but when the master brought the glowing bar, and the youth struck his first blow, the iron flew asunder, and the anvil sank so deep into the earth, that there was no bringing it out again. Then the miser grew angry, and said, "Oh, but I can't make any use of you, you strike far too powerfully; what will you have for the one blow?"
Er kam in ein Dorf, darin wohnte ein Schmied, der war ein Geizmann, gönnte keinem Menschen etwas und wollte alles allein haben; zu dem trat er in die Schmiede und fragte, ob er keinen Gesellen brauchte. 'Ja,' sagte der Schmied, sah ihn an und dachte 'das ist ein tüchtiger Kerl, der wird gut vorschlagen und sein Brot verdienen.' Er fragte 'wieviel willst du Lohn haben?' 'Gar keinen will ich haben,' antwortete er, 'nur alle vierzehn Tage, wenn die andern Gesellen ihren Lohn bezahlt kriegen, will ich dir zwei Streiche geben, die mußt du aushalten.' Das war der Geizmann von Herzen zufrieden und dachte damit viel Geld zu sparen. Am andern Morgen sollte der fremde Geselle zuerst vorschlagen, wie aber der Meister den glühenden Stab brachte und jener den ersten Schlag tat, so flog das Eisen voneinander und der Amboß sank in die Erde, so tief, daß sie ihn gar nicht wieder herausbringen konnten. Da ward der Geizmann bös und sagte 'ei was, dich kann ich nicht brauchen, du schlägst gar zu grob, was willst du für den einen Zuschlag haben?' Da sprach er 'ich will dir nur einen ganz kleinen Streich geben, weiter nichts.' Und hob seinen Fuß auf und gab ihm einen Tritt, daß er über vier Fuder Heu hinausflog. Darauf suchte er sich den dicksten Eisenstab aus, der in der Schmiede war, nahm ihn als einen Stock in die Hand und ging weiter.

Then said he, "I will only give you quite a small blow, that's all." And he raised his foot, and gave him such a kick that he flew away over four loads of hay. Then he sought out the thickest iron bar in the smithy for himself, took it as a stick in his hand and went onwards.
Als er eine Weile gezogen war, kam er zu einem Vorwerk und fragte den Amtmann, ob er keinen Großknecht nötig hätte. 'Ja,' sagte der Amtmann, 'ich kann einen brauchen: du siehst aus wie ein tüchtiger Kerl, der schon was vermag, wieviel willst du Jahrslohn haben?' Er antwortete wiederum, er verlangte gar keinen Lohn, aber alle Jahre wollte er ihm drei Streiche geben, die müßte er aushalten. Das war der Amtmann zufrieden, denn er war auch ein Geizhals. Am andern Morgen, da sollten die Knechte ins Holz fahren, und die andern Knechte waren schon auf, er aber lag noch im Bett. Da rief ihn einer an 'steh auf, es ist Zeit, wir wollen ins Holz, und du mußt mit.' 'Ach,' sagte er ganz grob und trotzig, 'geht ihr nur hin, ich komme doch eher wieder als ihr alle miteinander.' Da gingen die andern zum Amtmann und erzählten ihm, der Großknecht läge noch im Bett und wollte nicht mit ins Holz fahren. Der Amtmann sagte, sie sollten ihn noch einmal wecken und ihn heißen die Pferde vorspannen. Der Großknecht sprach aber wie vorher 'geht ihr nur hin, ich komme doch eher wieder als ihr alle miteinander.' Darauf blieb er noch zwei Stunden liegen, da stieg er endlich aus den Federn, holte sich aber erst zwei Scheffel voll Erbsen vom Boden, kochte sich einen Brei und aß den mit guter Ruhe, und wie das alles geschehen war, ging er hin, spannte die Pferde vor und fuhr ins Holz. Nicht weit vor dem Holz war ein Hohlweg, wo er durch mußte, da fuhr er den Wagen erst vorwärts, dann mußten die Pferde stille halten, und er ging hinter den Wagen, nahm Bäume und Reisig und machte da eine große Hucke (Verhack), so daß kein Pferd durchkommen konnte. Wie er nun vors Holz kam, fuhren die andern eben mit ihren beladenen Wagen heraus und wollten heim, da sprach er zu ihnen 'fahrt nur hin, ich komme doch eher als ihr nach Haus.' Er fuhr gar nicht weit ins Holz, riß gleich zwei der allergrößten Bäume aus der Erde, warf sie auf de n Wagen und drehte um. Als er vor der Hucke anlangte, standen die andern noch da und konnten nicht durch. 'Seht ihr wohl,' sprach er, 'wärt ihr bei mir geblieben, so wärt ihr ebenso schnell nach Haus gekommen und hättet noch eine Stunde schlafen können.' Er wollte nun zufahren, aber seine Pferde konnten sich nicht durcharbeiten, da spannte er sie aus, legte sie oben auf den Wagen, nahm selber die Deichsel in die Hand, und hüf! zog er alles durch, und das ging so leicht, als hätt er Federn geladen. Wie er drüben war, sprach er zu den andern 'seht ihr wohl, ich bin schneller hindurch als ihr,' fuhr weiter, und die andern mußten stehen bleiben. In dem Hof aber nahm er einen Baum in die Hand, zeigte ihn dem Amtmann und sagte 'ist das nicht ein schönes Klafterstück?' Da sprach der Amtmann zu seiner Frau 'der Knecht ist gut; wenn er auch lang schläft, er ist doch eher wieder da als die andern.'

When he had walked for some time, he came to a small farm, and asked the bailiff if he did not require a head-servant. "Yes," said the bailiff, "I can make use of one; you look a strong fellow who can do something, how much a year do you want as wages?" He again replied that he wanted no wages at all, but that every year he would give him three blows, which he must bear. Then the bailiff was satisfied, for he, too, was a covetous fellow. Next morning all the servants were to go into the wood, and the others were already up, but the head-servant was still in bed. Then one of them called to him, "Get up, it is time; we are going into the wood, and thou must go with us." - "Ah," said he quite roughly and surlily, "you may just go, then; I shall be back again before any of you." Then the others went to the bailiff, and told him that the head-man was still lying in bed, and would not go into the wood with them. The bailiff said they were to awaken him again, and tell him to harness the horses. The head-man, however, said as before, "Just go there, I shall be back again before any of you." And then he stayed in bed two hours longer. At length he arose from the feathers, but first he got himself two bushels of peas from the loft, made himself some broth with them, ate it at his leisure, and when that was done, went and harnessed the horses, and drove into the wood. Not far from the wood was a ravine through which he had to pass, so he first drove the horses on, and then stopped them, and went behind the cart, took trees and brushwood, and made a great barricade, so that no horse could get through. When he was entering the wood, the others were just driving out of it with their loaded carts to go home; then said he to them, "Drive on, I will still get home before you do." He did not drive far into the wood, but at once tore two of the very largest trees of all out of the earth, threw them on his cart, and turned round. When he came to the barricade, the others were still standing there, not able to get through. "Don't you see," said he, "that if you had stayed with me, you would have got home just as quickly, and would have had another hour's sleep?" He now wanted to drive on, but his horeses could not work their way through, so he unharnessed them, laid them on the top of the cart, took the shafts in his own hands, and pulled it all through, and he did this just as easily as if it had been laden with feathers. When he was over, he said to the others, "There, you see, I have got over quicker than you," and drove on, and the others had to stay where they were. In the yard, however, he took a tree in his hand, showed it to the bailiff, and said, "Isn't that a fine bundle of wood?" Then said the bailiff to his wife, "The servant is a good one, if he does sleep long, he is still home before the others." So he served the bailiff for a year, and when that was over, and the other servants were getting their wages, he said it was time for him to take his too. The bailiff, however, was afraid of the blows which he was to receive, and earnestly entreated him to excuse him from having them; for rather than that, he himself would be head-servant, and the youth should be bailiff. "No," said he, "I will not be a bailiff, I am head-servant, and will remain so, but I will administer that which we agreed on." The bailiff was willing to give him whatsoever he demanded, but it was of no use, the head-servant said no to everything. Then the bailiff did not know what to do, and begged for a fortnight's delay, for he wanted to find some way of escape. The head-servant consented to this delay. The bailiff summoned all his clerks together, and they were to think the matter over, and give him advice. The clerks pondered for a long time, but at last they said that no one was sure of his life with the head-servant, for he could kill a man as easily as a midge, and that the bailiff ought to make him get into the well and clean it, and when he was down below, they would roll up one of the mill-stones which was lying there, and throw it on his head; and then he would never return to daylight. The advice pleased the bailiff, and the head-servant was quite willing to go down the well. When he was standing down below at the bottom, they rolled down the largest mill-stone and thought they had broken his skull, but he cried, "Chase away those hens from the well, they are scratching in the sand up there, and throwing the grains into my eyes, so that I can't see." So the bailiff cried, "Sh-sh," and pretended to frighten the hens away. When the head-servant had finished his work, he climbed up and said, "Just look what a beautiful neck-tie I have on," and behold it was the mill-stone which he was wearing round his neck. The head-servant now wanted to take his reward, but the bailiff again begged for a fortnight's delay. The clerks met together and advised him to send the head-servant to the haunted mill to grind corn by night, for from thence as yet no man had ever returned in the morning alive. The proposal pleased the bailiff, he called the head-servant that very evening, and ordered him to take eight bushels of corn to the mill, and grind it that night, for it was wanted. So the head-servant went to the loft, and put two bushels in his right pocket, and two in his left, and took four in a wallet, half on his back, and half on his breast, and thus laden went to the haunted mill. The miller told him that he could grind there very well by day, but not by night, for the mill was haunted, and that up to the present time whosoever had gone into it at night had been found in the morning lying dead inside. He said, "I will manage it, just you go away to bed." Then he went into the mill, and poured out the corn. About eleven o'clock he went into the miller's room, and sat down on the bench. When he had sat there a while, a door suddenly opened, and a large table came in, and on the table, wine and roasted meats placed themselves, and much good food besides, but everything came of itself, for no one was there to carry it. After this the chairs pushed themselves up, but no people came, until all at once he beheld fingers, which handled knives and forks, and laid food on the plates, but with this exception he saw nothing. As he was hungry, and saw the food, he, too, place himself at the table, ate with those who were eating and enjoyed it. When he had had enough, and the others also had quite emptied their dishes, he distinctly heard all the candles being suddenly snuffed out, and as it was now pitch dark, he felt something like a box on the ear. Then he said, "If anything of that kind comes again, I shall strike out in return." And when he had received a second box on the ear, he, too struck out. And so it continued the whole night. He took nothing without returning it, but repaid everything with interest, and did not lay about him in vain. At daybreak, however, everything ceased. When the miller had got up, he wanted to look after him, and wondered if he were still alive. Then the youth said, "I have eaten my fill, have received some boxes on the ears, but I have given some in return." The miller rejoiced, and said that the mill was now released from the spell, and wanted to give him much money as a reward. But he said, "Money, I will not have, I have enough of it." So he took his meal on his back, went home, and told the bailiff that he had done what he had been told to do, and would now have the reward agreed on. When the bailiff heard that, he was seriously alarmed and quite beside himself; he walked backwards and forwards in the room, and drops of perspiration ran down from his forehead. Then he opened the window to get some fresh air, but before he was aware, the head-servant had given him such a kick that he flew through the window out into the air, and so far away that no one ever saw him again. Then said the head-servant to the bailiff's wife, "If he does not come back, you must take the other blow." She cried, "No, no I cannot bear it," and opened the other window, because drops of perspiration were running down her forehead. Then he gave her such a kick that she, too, flew out, and as she was lighter she went much higher than her husband. Her husband cried, "Do come to me," but she replied, "Come thou to me, I cannot come to thee." And they hovered about there in the air, and could not get to each other, and whether they are still hovering about, or not, I do not know, but the young giant took up his iron bar, and went on his way.
Nun diente er dem Amtmann ein Jahr: wie das herum war und die andern Knechte ihren Lohn kriegten, sprach er, es wäre Zeit, er wollte sich auch seinen Lohn nehmen. Dem Amtmann ward aber angst vor den Streichen, die er kriegen sollte, und bat ihn inständig, er möchte sie ihm schenken, lieber wollte er selbst Großknecht werden, und er sollte Amtmann sein. 'Nein,' sprach er, 'ich will kein Amtmann werden, ich bin Großknecht und wills bleiben, ich will aber austeilen, was bedungen ist.' Der Amtmann wollte ihm geben, was er nur verlangte, aber es half nichts, der Großknecht sprach zu allem 'nein.' Da wußte sich der Amtmann nicht zu helfen und bat ihn um vierzehn Tage Frist, er wollte sich auf etwas besinnen. Der Großknecht sprach, die Frist sollte er haben. Der Amtmann berief alle seine Schreiber zusammen, sie sollten sich bedenken und ihm einen Rat geben. Die Schreiber besannen sich lange, endlich sagten sie, vor dem Großknecht wäre niemand seines Lebens sicher, der schlüge einen Menschen wie eine Mücke tot. Er sollte ihn heißen in den Brunnen steigen und ihn reinigen, wenn er unten wäre, wollten sie einen von den Mühlensteinen, die da lägen, herbeirollen und ihm auf den Kopf werfen, dann würde er nicht wieder an des Tages Licht kommen. Der Rat gefiel dem Amtmann, und der Großknecht war bereit, in den Brunnen hinabzusteigen. Als er unten auf dem Grund stand, rollten sie den größten Mühlenstein hinab, und meinten, der Kopf wäre ihm eingeschlagen, aber er rief 'jagt die Hühner vom Brunnen weg, die kratzen da oben im Sand und werfen mir die Körner in die Augen, daß ich nicht sehen kann.' Da rief der Amtmann 'husch! husch!' und tat, als scheuchte er die Hühner weg. Als der Großknecht mit seiner Arbeit fertig war, stieg er herauf und sagte 'seht einmal, ich habe doch ein schönes Halsband um,' da war es der Mühlenstein, den er um den Hals trug. Der Großknecht woll te jetzt seinen Lohn nehmen, aber der Amtmann bat wieder um vierzehn Tage Bedenkzeit. Die Schreiber kamen zusammen und gaben den Rat, er sollte den Großknecht in die verwünschte Mühle schicken, um dort in der Nacht Korn zu mahlen: von da wäre noch kein Mensch morgens lebendig herausgekommen. Der Anschlag gefiel dem Amtmann, er rief den Großknecht noch denselben Abend und hieß ihn acht Malter Korn in die Mühle fahren und in der Nacht noch mahlen; sie hättens nötig. Da ging der Großknecht auf den Boden und tat zwei Malter in seine rechte Tasche, zwei in die linke, vier nahm er in einem Quersack halb auf den Rücken, halb auf die Brust, und ging also beladen nach der verwünschten Mühle. Der Müller sagte ihm, bei Tag könnte er recht gut da mahlen, aber nicht in der Nacht, da wäre die Mühle verwünscht, und wer da noch hineingegangen wäre, den hätte man am Morgen tot darin gefunden. Er sprach 'ich will schon durchkommen, macht Euch nur fort und legt Euch aufs Ohr.' Darauf ging er in die Mühle und schüttete das Korn auf. Gegen elf Uhr ging er in die Müllerstube und setzte sich auf die Bank. Als er ein Weilchen da gesessen hatte, tat sich auf einmal die Tür auf und kam eine große große Tafel herein, und auf die Tafel stellte sich Wein und Braten und viel gutes Essen, alles von selber, denn es war niemand da, ders auftrug. Und danach rückten sich die Stühle herbei, aber es kamen keine Leute, bis auf einmal sah er Finger, die hantierten mit den Messern und Gabeln und legten Speisen auf die Teller, aber sonst konnte er nichts sehen. Da er hungrig war und die Speisen sah, so setzte er sich auch an die Tafel, aß mit und ließ sichs gut schmecken. Als er satt war und die andern ihre Schüsseln auch ganz leer gemacht hatten, da wurden die Lichter auf einmal alle ausgeputzt, das hörte er deutlich, und wies nun stockfinster war, so kriegte er so etwas wie eine Ohrfei ge ins Gesicht. Da sprach er 'wenn noch einmal so etwas kommt, so teil ich auch wieder aus.' Und wie er zum zweitenmal eine Ohrfeige kriegte, da schlug er gleichfalls mit hinein. Und so ging das fort die ganze Nacht, er nahm nichts umsonst, sondern gab reichlich zurück und schlug nicht faul um sich herum: bei Tagesanbruch aber hörte alles auf. Wie der Müller aufgestanden war, wollte er nach ihm sehen und verwunderte sich, daß er noch lebte. Da sprach er 'ich habe mich satt gegessen, habe Ohrfeigen gekriegt, aber ich habe auch Ohrfeigen ausgeteilt.' Der Müller freute sich und sagte, nun wäre die Mühle erlöst, und wollt ihm gern zur Belohnung viel Geld geben. Er sprach aber 'Geld will ich nicht, ich habe doch genug.' Dann nahm er sein Mehl auf den Rücken, ging nach Haus und sagte dem Amtmann, er hätte die Sache ausgerichtet und wollte nun seinen bedungenen Lohn haben. Wie der Amtmann das hörte, da ward ihm erst recht angst: er wußte sich nicht zu lassen, ging in der Stube auf und ab, und die Schweißtropfen liefen ihm von der Stirne herunter. Da machte er das Fenster auf nach frischer Luft, ehe er sichs aber versah, hatte ihm der Großknecht einen Tritt gegeben, daß er durchs Fenster in die Luft hineinflog, immer fort, bis ihn niemand mehr sehen konnte. Da sprach der Großknecht zur Frau des Amtmanns 'kommt er nicht wieder, so müßt Ihr den anderen Streich hinnehmen.' Sie rief 'nein, nein, ich kanns nicht aushalten,' und machte das andere Fenster auf, weil ihr die Schweißtropfen die Stirne herunterliefen. Da gab er ihr einen Tritt, daß sie gleichfalls hinausflog, und da sie leichter war, noch viel höher als ihr Mann. Der Mann rief 'komm doch zu mir,' sie aber rief 'komm du zu mir, ich kann nicht zu dir.' Und sie schwebten da in der Luft, und konnte keins zum andern kommen, und ob sie da noch schweben, das weiß ich nicht; der junge Riese aber nahm seine Eisenstange und ging weiter.