![]() |
Die Märchen der Brüder Grimm | ||||||||||||||||||||||
|
Der goldene Schlüssel
Ein Märchen der Brüder Grimm - KHM 200 Zur Winterszeit, als einmal ein tiefer Schnee lag, mußte ein armer Junge hinausgehen und Holz auf einem Schlitten holen. Wie er es nun zusammengesucht und aufgeladen hatte, wollte er, weil er so erfroren war, noch nicht nach Haus gehen, sondern erst Feuer anmachen und sich ein bißchen wärmen. Da scharrte er den Schnee weg, und wie er so den Erdboden aufräumte, fand er einen kleinen goldenen Schlüssel. Nun glaubte er, wo der Schlüssel wäre, müßte auch das Schloß dazu sein, grub in der Erde und fand ein eisernes Kästchen. Wenn der Schlüssel nur paßt! dachte er, es sind gewiß kostbare Sachen in dem Kästchen. Er suchte, aber es war kein Schlüsselloch da, endlich entdeckte er eins, aber so klein, daß man es kaum sehen konnte. Er probierte, und der Schlüssel paßte glücklich. Da drehte er einmal herum, und nun müssen wir warten, bis er vollends aufgeschlossen, und den Deckel aufgemacht hat, dann werden wir erfahren, was für wunderbare Sachen in dem Kästchen lagen. ENDE Interpretation: Die Brüder Grimm hatten es laut ihrer Anmerkungen aus Hessen (wohl von Marie Hassenpflug). Sie erwähnen noch ein ähnliches Märchen aus dem Deutschen Sprachbuch von Adolf Gutbier von Hühnchen und Hähnchen, die ein Schlüsselchen im Mist und ein Kästchen finden, in dem ein kurzes rotseidenes Pelzchen liegt, und wäre es länger gewesen, so wäre auch das Märchen länger geworden. Der Fuchs und die Gänse hat ähnliche Funktion für den 1812 erschienenen ersten Teil. Stichwörter en Schlagwörter: Winter, Schnee, Schlitten, goldene Schlüssel, Schlüssel, Schlüsselloch, eisernes Kästchen Klassifikation (AT-Märchentyp): AT 2260 - The Golden Key Sortgleiche Märchen: Der Fuchs und die GänseVergleichen Sie zwei Sprachen: Vergleichen Sie diese Geschichte in zwei Sprachen neben einander. Übersetzungen: Englisch: The golden key Französisch: La clef d'or Deutsch: Der goldene Schlüssel Holländisch: De gouden sleutel |
| top |